Spätestens seit den jüngeren Verfilmungen des Grinch oder dem Kinoerfolg Horton hört ein Hu ist Dr. Seuss auch in Deutschland bekannt. Hinter diesem Künstlernamen steckte Theodor Seuss Geisel – ein US-amerikanischer Kinderbuchautor, Karikaturist und Cartoonzeichner. Seine Geschichten sind verspielt, witzig und zugleich überraschend tiefgründig.
Eine dieser Geschichten heißt „The Zode in the Road“. Der Zode, ein kleines gestreiftes Wesen, kommt an eine Weggabelung. Lange überlegt er, welchen Weg er einschlagen soll. Der eine könnte zu heiß sein, der andere zu kalt. Der eine zu hoch, der andere zu niedrig. Er denkt, wägt ab, zerbricht sich den Kopf – und entscheidet sich schließlich, auf Nummer sicher zu gehen: Er geht einfach gleichzeitig in beide Richtungen los.
Das Ergebnis: Der Zode kommt nirgendwo an.
So humorvoll diese Geschichte ist, sie trifft einen wunden Punkt. Wie oft stehen wir vor Entscheidungen und zögern so lange, dass am Ende nicht wir entscheiden – sondern die Umstände. Oder andere Menschen. Oder die Zeit selbst. Nicht zu entscheiden ist eben auch eine Entscheidung.
Die Bibel findet dafür erstaunlich klare Worte: „Ein solcher Mensch darf nicht erwarten, etwas von Gott zu erhalten; er ist unbeständig und schwankt ständig hin und her“ (Jakobus 1,7–8). Das klingt hart. Aber es ist ehrlich. Unentschlossenheit kostet uns oft mehr als eine mutige, klare Entscheidung.
Ein älterer Pastor sagte einmal zu mir: „Tu etwas Großes mit deinem Leben – um Jesu willen. Sei kein Zode. Verschwende dein Leben nicht. Lebe nicht in Mittelmäßigkeit. Existiere nicht nur. Triff die Entscheidungen, die dein Leben prägen.“
Dieser Satz hat sich bei mir festgesetzt. Und genau diesen Gedanken möchte ich dir weitergeben.
Es gibt Entscheidungen, die wir nicht ewig aufschieben sollten. Die wichtigste: Willst du dein Leben Jesus anvertrauen und Teil seiner Familie werden? Wenn du das noch nicht getan hast – worauf wartest du? Nicht zu entscheiden heißt, sich bereits entschieden zu haben. Diese Entscheidung verändert nicht nur dein Leben hier und jetzt, sie hat Ewigkeitscharakter.
Eine zweite Entscheidung folgt daraus ganz logisch: Lebe deinen Glauben bewusst. Installiere Gewohnheiten in deinem Leben, die dich geistlich wachsen lassen!. Glaube ist keine Zuschauerrolle. Gott ruft nicht zur Lauheit, sondern zur Hingabe.
Eine dritte Entscheidung: Setze deine Gaben, Fähigkeiten und Erfahrungen ein. Zu viele Christen sitzen geistlich auf der Ersatzbank, obwohl Gott sie längst aufs Spielfeld ruft. Du wirst gebraucht – genau so, wie Gott dich gemacht hat.
Und eine vierte Entscheidung: Teile deinen Glauben. Nicht aufdringlich, nicht besserwisserisch – sondern ehrlich, persönlich, aus dem Herzen heraus. Wer Hoffnung gefunden hat, darf sie weitergeben.
Vielleicht stehst du gerade an einer Weggabelung. Dann nimm dir den Zode als Warnung – und triff eine Entscheidung. Gott begleitet Schritte, keine Stillstände.
Sei gesegnet!
„In dem Moment, in dem man sich endgültig verpflichtet, tritt auch die Vorsehung in Kraft“ (Johann Wolfgang von Goethe).


